Übung 2. Zug

Am vergangenen Donnerstagabend versammelten sich die Kameraden des zweiten Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Axams zu einer realitätsnahen Einsatzübung. Unter der Vorbereitung von BM Michael Fast wurde ein Szenario ausgearbeitet, das vor allem die taktische Übersicht und die Koordination unter erschwerten Bedingungen forderte. Als Übungsbeobachter fungierte Kommandant ABI Andreas Mair, der die Abläufe genauestens verfolgte, während OFM Christian Freisinger in der Rolle des Einsatzleiters die Verantwortung für die Abwicklung des simulierten Ernstfalls übernahm.

Die Alarmierung lautete auf einen Brand einer Gartenlaube, die sich unmittelbar hinter einer eng bebauten Reihenhaussiedlung befand. Bereits bei der Ankunft am Einsatzort stellte sich die Lage als durchaus komplex dar, da die dichte Bebauung eine direkte Sicht auf den Brandherd verhinderte. Einsatzleiter Christian Freisinger sah sich mit einer schwierigen Erkundungsphase konfrontiert, in der zunächst ein geeigneter Zugang zu den rückwärtig gelegenen Gärten gefunden werden musste, um die Lage der Gartenlaube exakt zu lokalisieren und eine effektive Brandbekämpfung einleiten zu können.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse in der betroffenen Wohnsiedlung wurde eine gezielte Positionierung der schweren Fahrzeuge vorgenommen. Das Tanklöschfahrzeug 1, Tanklöschfahrzeug 2, sowie die Drehleiter bezogen östlich des Objektes Stellung. Während die DLK in diesem speziellen Szenario nicht für einen Löschangriff aus der Höhe, sondern ausschließlich für das großflächige Ausleuchten der verwinkelten Einsatzstelle eingesetzt wurde, konzentrierten sich die Besatzungen der Tanklöschfahrzeuge auf den Aufbau des Löschangriffs.

Um den Brandherd zu erreichen, verlegte die Mannschaft des TLFA 1 eine Löschleitung über ein angrenzendes Nachbargrundstück bis zum betroffenen Objekt. Parallel dazu rüstete sich der Atemschutztrupp von TLFA 1 aus und begann umgehend mit dem Löschangriff an der Gartenlaube. Zur Absicherung der Einsatzkräfte und für einen eventuellen Notfall stand der Atemschutztrupp des TLFA 2 als Rettungstrupp bereit. Die notwendige Wasserversorgung für den gesamten Einsatz wurde durch das TLFA 2 sichergestellt, welches die Leitung vom nächstgelegenen Hydranten zum TLFA 1 aufbaute.

Da sich das Übungsobjekt an einer einspurigen Straße befand, musste diese für die gesamte Dauer der Maßnahmen komplett gesperrt werden. Um die Verkehrsbehinderungen für die Anrainer so gering wie möglich zu halten, wurde unverzüglich eine örtliche Umleitung eingerichtet und durch die Feuerwehrkräfte abgesichert.

Nachdem das Übungsziel erreicht und „Brand aus“ gegeben werden konnte, versammelten sich alle Beteiligten zur gemeinsamen Nachbesprechung. Kommandant ABI Andreas Mair und Übungsvorbereiter BM Michael Fast analysierten gemeinsam mit der Mannschaft die gesetzten Maßnahmen. Dabei wurden die getroffenen Entscheidungen des Einsatzleiters positiv hervorgehoben und gleichzeitig verschiedene taktische Alternativen diskutiert, um die Effizienz bei zukünftigen Einsätzen in ähnlich dicht verbautem Gebiet weiter zu steigern.